„Mini-Törtchen“: Florentiner Törtchen (Rezension)

Florentiner Törtchen
Und wieder „musste“ ich meine Backbuchsammlung um ein neues Exemplar aus der GU Küchenratgeber-Reihe erweitern. Diesmal sind es die Mini-Törtchen. Das Buch hat wieder den klassischen Aufbau der Reihe und für jedes Rezept ein Bild, wie ich es mag. Man hat eine unglaubliche Auswahl an Törtchen. Ob schokoladig, fruchtig oder etwas wirklich Besonderes, für jeden Anlass und Geschmack ist ein Törtchen dabei. Und sie sehen alle wirklich lecker aus! Viele Grundrezept sind noch dazu mit ausführlicher Bildanleitung beschrieben.

Neu erfundene Klassiker, wie die Florentiner Törtchen (die ich gleich ausprobieren mussste, denn mein Mann und ich liiiieeeben Florentiner), Sahnetörtchen in wunderschönen Farben und besonderen  Zutaten wie Bier oder Tonkabohne und wundervolle Obsttörtchen lassen haben mir schon beim ersten Durchlesen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Für ganz Eilige gibt es auch noch schnelle Törtchen (das Hugo-Törtchen steht schon auf meiner nicht-enden-wollenden Nachbackliste) und zusätzlich noch eine Resteverwertung. (Hach: „kalte Hündchen“!)

Nachdem die Entscheidung ja untypisch schnell gefallen war, haben mich die Florentiner Törtchen dann auch definitiv verzaubert. Kaum zu glauben, dass so etwas vergleichsweise Einfaches sooo lecker sein kann!
Buch Mini-Törtchen
Das besondere an diesem Buch für mich ist, dass ich den Autor Martin Schönleben schon vorher aus einigen Facebookgruppen gekannt habe und das ganze dadurch irgendwie gleich persönlicher wurde. Martin hat eine Konditorei mit Café in Puchheim, also gar nicht so weit von mir entfernt. Ich bin dann kurzerhand hingefahren, um Martin in seiner „natürlichen Umgebung“ zu besuchen. Als erstes wurde ich mit einem riesen Stück unglaublich leckerer Torte versorgt, dann haben wir uns über’s Backen, Bloggen und natürlich über sein Buch unterhalten.

 

Portrait von Martin Schönleben
Lieber Martin, im Vorwort deines Buches schreibst du, dass du „Muffins und Cupcakes etwas entgegensetzen“ möchtest. Magst du die denn nicht?
Muffins gehen ja noch, aber die Cupcakes mit extrem viel Creme sind mir viel zu bunt und zu süß. Außerdem gibt es bei uns tausende leckere Sachen. Wir können das doch viel besser! (Er lacht.)
Ich kannte ja zuallererst deinen Blog. Wie ist der denn entstanden?
Mein Sohn hat mich quasi gezwungen. Ich habe ja immer schon gerne Rezepte zum Mitnehmen in meinem Cafe angeboten. Er meinte dann, das könne man moderner gestalten und hat den Blog erstellt und die von mir gelieferten Rezepte hineingestellt. Man kann übrigens am Stil der Rezepte genau erkennen, wann ich den Blog dann selbst übernommen habe. Ich schreibe einfach viel mehr Geschichten drumherum.
Und du präsentierst auch immer wieder die Kunstwerke deiner Lehrlinge.
Genau. Ich finde es wichtig, dass auch sie für herausragende Leistungen Anerkennung bekommen.
Ist es spannend, ein Buch herauszubringen? Ich stelle mir das ungeheuer aufregend und befriedigend vor.
Es ist ein langer Prozess, weil ja alles immer wieder überarbeitet wird und auch ins Schema passen muss. Einige Rezepte konnten leider nicht übernommen werden. Entweder waren die Zutaten zu exotisch oder die Herstellung zu aufwändig. 
Ist es denn schwer, sich auf „Normalo“-Niveau zu begeben?
An sich nicht. Ich bin der Meinung, einfache Dinge sind oft sie besten. Und durch meine Kurse an der VHS weiß ich ja auch ein bisschen, was die Leute backen möchten. Das ist dann einfach schön, wenn man sieht, mit wie viel Elan die eigenen Rezepte nachgebacken werden.
Was zeichnet denn eigentlich das Cafe Schönleben aus?
Wir machen uns immer viele Gedanken, bevor wir etwas verkaufen und testen erst einmal alles selbst. Wenn mir etwas nicht schmeckt, dann biete ich es auch nicht an. Und meine Frau hat natürlich immer das letzte Wort. (Er grinst.)
ein Törtchen vor der offenen Buchseite
Grundrezept Mürbeteig (660g)

200g Butter
100g Zucker
1/2 Vanilleschote
1/2 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Prise Salz
1 Eigelb (20g)
1 Ei (50g)
300g Mehl
2g Backpulver
Mehl zum Arbeiten

1
Die Butter in kleine Stücke schneiden und mit Zucker mit den Händen verkneten. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen.
2
Vanillemark, Zitronenschale und Salz zur Zucker-Butter-Mischung geben. Nach und nach Eigelb und Ei mit einem großen Spatel unterkneten.
3
Mehl und Backpulver mischen, zügig unter die Butter-Eier-Masse kneten, bis der Teig glatt ist. Zur Kugel formen und in Folie eingewickelt ca. 3 Std. kalt stellen.
Florentiner Törtchen

ca. 450g Mürbeteig
60g Sahne
75g Butter
135g Zucker
45g Honig
40g Orangeat
40g Cranberrys
135g Mandelblättchen
210g Zartbitterkuvertüre
12 Belegkirschen
Mehl zum Arbeiten
1 Ausstecher (10 cm Durchmesser)

Für 12 Silikonförmchen (à ca. 90 ml)


1
Den Mürbeteig nach dem Grundrezept zubereiten und kühlen. Für die Florentinermasse Sahne, Butter, Zucker und Honig in einem Topf bei mittlerer Hitze so lange kochen lassen, bis sie ein wenig eingedickt ist und beginnt Farbe anzunehmen. Dann den Topf beiseitestellen und die Masse abkühlen lassen. Orangeat und Cranberrys fein hacken. Mit Mandelblättchen unter die Florentinermasse rühren.
2
Ofen auf 175° vorheizen. Den Mürbeteig etwa messerrückendick (ca. 3 mm) ausrollen. Mit einem Ausstecher 12 Kreise ausstechen. Die Teigkreise in die Förmchen legen. Überstehenden Teig abschneiden. Die Florentinermasse darauf verteilen.
3
Die Törtchen im Backofen (Mitte) in 12-18 Minuten goldbraun backen. Dann herausnehmen und auskühlen lassen. 140g Kuvertüre grob und 70g Kuvertüre fein hacken. Die grob gehackte Kuvertüre in einer Schüssel über dem heißen Wasserbad schmelzen lassen, vom Wasserbad nehmen und die fein gehackte Kuvertüre unterrühren und temperieren. Die kalten Törtchen jeweils halb in die Kuvertüre tauchen und mit 1 Belegkirsche verzieren.
Copyright: GU Verlag

Das Buch wurde mir vom GU Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Mini-Törtchen: Verzaubern nicht nur Naschkatzen (GU Küchenratgeber)
64 Seiten
ISBN: 978-3833837692
7,99 €


Ein Törtchen auf einem Teller, ein Glas mit Kirschen im Hintergrund
Bis bald und viel Spaß beim Nachbacken!
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1 Kommentar zu “„Mini-Törtchen“: Florentiner Törtchen (Rezension)

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