„Foodbloggercamp“: Warme Schokoküchlein

 

Das erste Foodbloggcamp in Reutlingen hat mir supergut gefallen. Deshalb war ich dann enttäuscht, als der Ort für das zweite Camp feststand: Berlin. Das liegt ja nicht unbedingt gleich um die Ecke. Doch weil das Bahnticket erschwinglich war und ich auch gleich eine nette Zimmernachbarin hatte, bin ich dann doch dabeigewesen. Und ich habe es nicht bereut!

Am ersten Abend haben wir uns in einer kleineren Gruppe beim Abendessen schon etwas „beschnuppert“. Danach habe ich noch sehr nett mit Stefanie (einem waschechter Back-Nerd) auf dem Zimmer geratscht. Ich habe ja wirklich großen Respekt vor Leuten, die dem Computer sagen, was er machen soll und nicht umgekehrt (wie ich).

 

Die Location, das Kochatelier Adlershof, bot wesentlich mehr Platz als die Kochschule in Reutlingen, was wirklich angenehm war. Auch das Backblogger-Herz in mir hat höher geschlagen: Diesmal hat es viel mehr backtaugliche Zutaten gegeben. Die Folge: Es wurde dann auch ständig gebacken! Gut fürs Gschmäckle, schlecht für die Linie. Aber wie immer war alles, was wir so fabriziert haben, sehr sehr sehr lecker!

 

Für mich, Kindskopf, Chaot, Backjunkie, war die Session-Auswahl wieder unheimlich schwer. Es gab viel zu viele tolle Sessions, stellt euch einfach diesen Hund zwischen zwei Näpfen vor. Aber im Nachhinein bin ich sehr zufrieden mit meiner Auswahl. Ich habe jetzt zwar wieder eine ordentliche to-do Liste mit nach Hause gebracht, aber das wird schon. (Wären da nicht noch die unerledigten Punkte von meiner LETZTEN Liste…)

 

Begonnen habe ich den ersten Tag mit einer künstlerischen Session: Sketchnotes mit Nicole. An ihre tollen Zeichnungen komme ich zwar nicht ran, aber es hat Spaß gemacht und, wer weiß, vielleicht quäle ich euch jetzt auch mal mit einem handgemalten Rezept.

 

 

Beim Würzen bin ich ja eher eine Niete, da kam mir dann die Gewürze-Verkostung mit Maria von Sonnentor gerade recht! Und ich hätte es ja nie selbst ausprobiert, aber Obst liebt Gewürze! Ich werde jetzt wohl öfter mal ein wenig mehr würzen und auch mal mein Obst verfeinern.

 

Zwischendurch habe ich dann auch einfach mal geratscht… ähem „ge-networkt“ sagt man da ja, und tolle Leckereien aus Südtirol schnabbuliert. Die Apfel-Mostarda war ein Traum!

 

 

Auf die liebe Britta hatte ich mich schon richtig gefreut! Beim letzten Mal hat sie uns den Abend durch ihre tollen Likörchen und ihre reine Anwesenheit versüßt und dieses Mal haben wir sogar selber Hand angelegt. Mit Bratapfel-Likörchen im Magen und frisch angesetztem Birnenlikör in der Hand war ich dann wieder seeehr zufrieden. Danke Britta-Schatz!!!

 

 

 

Abends haben wir dann zu sechst eine spontane Steak-Grill-Session gemacht. Und irgendwie war mir nach einer schokoladigen Nachspeise, also gab es super-spontane Schokoladenküchlein, die eigentlich einen flüssigen Kern haben sollten. Leider habe ich nach meinem Kampf mit der Kitchen Aid (Ich habe ja leider kein so tolles Gerät, kenne mich überhaupt nicht damit aus und habe mich wohl ziemlich angestellt…) auch den Kampf gegen den unbekannten Backofen verloren und die richtige Minute verpasst. Es waren also nur warme Schokoküchlein mit flüssigem Kern

 

Urheberrecht kann sehr sexy sein (und hochinteressant), jedenfalls, wenn es in einer Session mit Jule vom Haedecke Verlag und Sabine besprochen wird.

 

Ein weiterer Moment, in dem ich nur „Respekt“ denken konnte, war Foodstyling mit Denise und Lena. Die beiden Mädels richten ihr Essen supertoll an, um dann die perfekten Fotos zu schießen. Way to go, Johanna! Und Simone von Villeroy & Boch hatte natürlich das traumhafte Geschirr beigesteuert und brachte uns ein Stückchen Tischkultur in ihrer Session bei.

Richtig nett und lange ratschen kann man übrigens mit Tobi, dem Kuchenbäcker, der viele Schwänke und tolle Rezepte parat hat.

 

So. Und jetzt habe ich gerade am, Schreibtisch alle tollen Momente und Geschmäcker revue passieren lassen und muss mal schnell in die Küche – Schokoladenküchlein backen. Diesmal mit flüssigem Kern!
So. Jetzt kann ich weiter schreiben, den Mund voller Schokolade. 🙂

 

 

Warme Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern
für 4 Stück

100g dunkle Schokolade
100g weiche Butter
80g Zucker
2 Eier
2 Eigelbe
80g Mehl


Den Ofen auf 180°C vorheizen. Vier kleine ofenfeste Gläser oder Förmchen einfetten. Die Schokolade schmelzen. Butter mit Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier darunterrühren. Dann die Schokolade unterrühren. Zum Schluss das Mehl unterheben. Den Teig in die Förmchen füllen.

Etwa 12-14 Minuten backen, damit noch ein leicht flüssiger Kern bleibt. Die Zeit variiert von Ofen zu Ofen. Ich mag immer einen wirklich flüssigen Kern. Wenn ihr ihn lieber nur noch ein bisschen flüssig haben möchtet, lasst die Küchlein einfach etwas länger im Ofen.

Die Küchlein auf Tellerchen stürzen oder gleich aus den Förmchen löffeln.

 

Bis bald und viel Spaß beim Nachbacken!
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7 Kommentare zu “„Foodbloggercamp“: Warme Schokoküchlein

  1. Das mit dem V&B Schälchen ist mir auch gleich bewundernd aufgefallen 😉 Also ich fand die Küchlein auch ohne flüssigen Kern super! Beim flüssigen Kern habe ich manchmal mit den Eiern ein ungutes Gefühl auch wenn sie frisch sind! Mal sehen, wie sie mir für meine Gäste gelingen! Danke nochmal für den schnellen Rezeptservice und die Portraits von dir und Britta sind sehr nett! Liebe Grüße, Bianca

  2. Ich fand, deine Schokoküchlein sahen auch so sehr gut aus! Wie süß, dass du sie jetzt nochmal extra mit flüssigem Kern nachgebacken hast 🙂 Und wie schön, dass dir unsere kleine Foodstyling Session gefallen hat!
    In die Apfel-Mostarda hätte ich mich auch reinlegen können 😉

    Liebe Grüße aus Düsseldorf,
    Denise

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