„Hüftgold“: Kaiserschmarrntarte (Rezension)


Hüftgold habe ich ja eigentlich genug, aber als ich auf der Frankfurter Buchmesse das „Hüftgold-Backbuch“ von Florian Lechner (BLV Verlag) entdeckt habe, musste ich es einfach haben. Tobi (Der Kuchenbäcker) und ich durften Florien Lechner live erleben und kamen auch in den Genuss eines Stücks Kuchen. Lecker!

In seinem neuen Buch kombiniert der Autor bewährte, leckere Rezepte mit neuen Ideen und kreiert tolle verrückte Rezepte. Das Buch steckt voller Verwandlungen, so entsteht nach dem Motto „aus alt mach neu“ aus der Sachertorte ein „Sacherisu“, aus Dessert wird Kuchen und aus Schmalzgebäck wird ein Auflauf. Dabei bleiben die Rezepte bodenständig und lecker. Am Ende des Buches gibt es dann noch leckere Brot und Quiche-Rezepte.



Die Entscheidung, welches Rezept ich als erstes nachbacken möchte, ist mir diesmal ziemlich schwer gefallen, weil mich vor allem die vielen tollen Beeren-Rezepte angesprochen haben. Ich freue mich schon total darauf, das Buch in der Beerenzeit noch einmal herauszuziehen und die ganzen tollen Tartes und Torten mit bunten Beeren zu backen. Die weiße Schokoladentarte mit frischen Himbeeren und eine Waldbeeren-Tarte stehen ganz oben auf der Liste.



Ich habe mich schließlich für eine Kaiserschmarrntarte entschieden. Ich finde, sie spiegelt super den Character des Buches wider. Außerdem hat meine Oma früher oft im Herbst für uns Schmarrn gekocht. Mein Papa hat zwar immer behauptet, sie würde die Pfannen damit ruinieren (zugegeben, sie hatte beim Abstechen immer viel Wumms drauf…), aber ich habe einfach immer so lange gequengelt, bis es wieder mal einen gab. Bei uns gab (und gibt) es ihn immer mit selbstgemachtem Apfelmus. Hmmmmmm. Besonders lecker, wenn die kalte Jahreszeit naht…

Die Tarte war recht leicht zu machen, die einzelnen Schritte gehen prima ineinander über. Mir hat sie wunderbar geschmeckt, wobei ich das nächste Mal vielleicht sogar den Schmarrn-Anteil erhöhen werde. Ach, und lieber Herr Lechner, viel Spaß beim Backen hatte ich auf jeden Fall, nur dass das gemeinsame Backen bei uns immer so aussieht, dass der Gatte erst dem Näschen folgt, wenn es was zu Probieren gibt. Aber zumindest genießen wir dann gemeinsam.



Kaiserschmarrntarte


„Ich kombiniere die Kaiserscharrntarte am liebsten mit glasierten Äpfeln oder Marillen. Diese kann man auch gerne direkt in den Kuchen geben, einfach in mundgerechte Stücke schneiden und nach etwa 35 Minuten Backzeit rein damit.

Am besten schmeckt die Tarte, wenn sie nach dem Backen etwa 20 Minuten ruhen darf. Dann bestäube ich sie richtig dick mit Puderzucker und serviere sie lauwarm. Egal, ob mit Sahne, Rahmeis oder Preiselbeeren, die Tarte ist unglaublich gut, bedarf aber beim Zubereiten etwas Geschick.“




Zutaten

Für den Mürbeteig
225 g eiskalte Butter
360 g Mehl (Type 405)
120 g Puderzucker
20 g Speisestärke
1 1/2 Pck. Vanillezucker
1-2 Eigelb
Abrieb von 1 Bio-Zitrone
1 Prise Salz
Butter für die Form
2-3 EL brauner Zucker für die Form

Für den Kaiserschmarrn
1 EL Rosinen, 2 cl Rum
30 g Mehl
12 g Zucker
1 Prise Salz
35 ml Milch
120 g Butter
2 Eier

Für den Belag
500 g Schmand
50 g Zucker
20 g Vanille-Puddingpulver
1 Ei

Springform, Ø 28 cm


1
Die Rosinen am Vortrag in Rum einweichen.

2
Für den Mürbeteig die Butter in kleine Würfel schneiden. Butter mit den restlichen Zutaten verkneten, bis keine Butterstücke mehr zu sehen sind. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und etwa 30 Minuten kalt stellen. 

3
Den Teig zwischen Frischhaltefolie dünn ausrollen. Die Springform mit Butter einfetten und mit dem braunen Zucker leicht bestreuen. Den ausgerollten Teig in die Form legen, leicht andrücken und nochmals kalt stellen. Den Ofen auf 170 °C vorheizen. Den Mürbeteig etwa 15 Minuten backen.

4
Für den Kaiserschmarrn Mehl, Zucker und Salz in eine Schale geben und mit der Milch zu einem glatten Teig verrühren. 100 g Butter schmelzen und unter den Teig rühren. Die Eier so unter den Teig heben, dass die Struktur noch erkennbar ist. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Restliche Butter in einer ofenfesten Pfanne erhitzen und den Teig hineingießen. Die Rumrosinen auf dem Teig verteilen. Den Schmarrn bei mittlerer Hitze backen, bis der Teig Blasen wirft. Die Pfanne in den Backofen geben und den Schmarrn auf mittlerer Schiene 10 Minuten backen, anschließend die Ofentemperatur auf 100 °C reduzieren. Den Kaiserschrnarrn in Stücke teilen und zur Seite stellen.

5
Für den Belag Schmand, Zucker und Vanille-Puddingpulver in eine Schale geben und gut miteinander verrühren. Das Ei wieder so unter die Masse rühren, dass die Struktur noch erkennbar ist. Auf dem vorgebackenen Mürbeteig verteilen und glatt streichen. Die Tarte im Backofen auf mittlerer Schiene bei 100 °C etwa 40 Minuten backen. Dann den Schmarm auf den Kuchen geben, er darf leicht einsinken. Weitere 20 Minuten fertig backen.  

Copyright: BLV Verlag


Das Buch wurde mir vom BLV Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Das Hüftgold-Backbuch: Neue kreative Rezepte & verführerische Klassiker. (BLV Verlag)
192 Seiten
ISBN: 978-3835413139
24,99 €



Bis bald und viel Spaß beim Nachbacken!
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3 Kommentare zu “„Hüftgold“: Kaiserschmarrntarte (Rezension)

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