Mini Lebkuchenherzen

Mini-Lebkuchenherzen

Einmal durch ganz Deutschland

Ich habe mal wieder eine ziemlich verrückte Aktion hinter mir. Vier Tage Urlaub bei einer Freundin, die ich nur übers Internet kannte. Einmal aus dem schönen Bayern ins tiefste Nordfriesland. Und obendrauf gab es dann noch Tauschgatte und Sohnemann. Gewagt? Irgendwie schon. Andererseits – wer nicht wagt…

Urlaub mit Hindernissen

Erst schien mein Kurzurlaub unter einem schlechten Stern zu stehen. An unserem vereinbarten Termin streikte die Bahn und sämtliche Züge fielen aus. Letztes Wochenende haben wir den zweiten Versuch gestartet. Was soll ich sagen – die Bahn mag mich nicht. In der Früh um fünf (!!!) musste ich mit ansehen, wie die Verspätung erst 30, dann 50, dann 60 Minuten anzeigte. Dann stand da doch wirklich: „Zug fällt aus“. Herrlich. Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Grmpf. Der Anschlusszug war dann auch weg und ich musste mich im Norden durchschlagen. Ich wollte mich wirklich anpassen, also bestellte ich beim Bäcker „ein Käsebrötchen“. „Welches Törtchen???“ Super. Ich also: Halt die Käsesemmel da! Er: „Achso, das Käsebrötchen.“ ?!?

„Meine“ Nordlichter

Als ich dann mit ordentlicher Verspätung und um eine interessante Reisebekanntschaft reicher in Niebüll eintraf, wurde ich gleich ganz herzlich empfangen und alles war vergessen. Nadine von „Kulinarische Quälereien“ und ich verstanden uns auf Anhieb prima. Es wurden extrem kurze vier Tage mit viel Programm und Dauer-Geratsche/Geschnacke.

Der Austauschgatte konnte gleich mit einer süßen Dänischen Riesenbreze (mir fällt leider der Name nicht mehr ein) bei mir Punkten. Im übrigen mussten wir Mädels feststellen, dass unsere Gatten sich schon fast unheimlich ähnlich sind.

Der zauberhafte Sohnemann machte es mir auch leicht. Angeblich ist er jetzt „johannifiziert“. Pöh, ich kann doch nichts dafür, dass er jetzt dauernd „YAY!“ sagt. 😉

Verständigungsschwierigkeiten gab es auch kaum, auch wenn Nadine sich öfter mal wegschmeißen musste vor Lachen. Und das nur wegen nem Stöckale oder anderem Rumgeschwäbel. Dafür musste sie mir ein irre komisch-nordeutsches „Du neaaaarvst!“ aufs Handy sprechen.

Kruschteln, Strand und Leckereien

Und das Essen. Tja, wir haben einfach nur geschwelgt. In Tønder gab es supertolles Softeis nach einem ausgiebigen Besuch in der „alten Apotheke“. Ein toller „Mädelsladen“ in einem hübschen kleinen Städtchen. Auf Sylt hatten wir traumhaftes Wetter und nutzten es für einen herrlichen Strandspaziergang. Unterwgs geb es einen ziemlich (sorry) geilen Burger in der Beachbox, der es unter meine heimlichen Top3 geschafft hat. In Dagebühl ließen wir uns dann noch einmal den Wind um die Nase wehen. Dann ging es fast schon wieder nach Hause.

Mini-LebkuchenherzenSüßes Mitbringsel

Wenn man als Bayer nach Norddeutschland auf Besuch fährt, muss man schon ein paar Klischees bedienen. Also habe ich selbstgemachte Lebkuchenherzen mitgebracht. Die sind richtig lecker, nicht so wie die altbachenen Volksfestherzen. (Wenn ihr so früh im Jahr keine Lust auf Lebkuchen habt, machen sich Schokoladenkekse auch sehr gut.)

Gemeinsam mussten wir natürlich auch etwas backen. Erinnert ihr euch noch an den Gewinnerwunsch vom letzten Jahr, als ich nach eure Anregungen und Wünsche gesammelt habe? Genau diese Schokobanane mit Keksboden haben wir gezaubert. Beim Austauschgatten wurden die Augen (und das Interesse) immer größer, als er herausfand, dass es nicht „nur“ eine olle Schokobanane, sondern Banane mit Keksboden UND Füllung UND Schokolade war. 😀 Herrlich.

Mini-Lebkuchenherzen

Mini-Lebkuchenherzen

Zutaten für etwa 80 Lebkuchenherzen

130g flüssiger Honig
200g brauner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150g Butter
1 Prise Salz
1 TL Lebkuchengewürz
2 EL Kakaopulver
400g Mehl
1 Päckchen Backpulver
4 EL Milch

250g Puderzucker
1 Eiweiß (oder Trockeneiweiß und etwas mehr Flüssigkeit)
etwas Limettensaft

Zubereitung der Mini-Lebkuchenherzen

Honig, Zucker, Vanillezucker und Butter erwärmen, bis alles aufgelöst ist. Solange verrühren, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Etwas abkühlen lassen. Dann Salz, Lebkuchengewürz, Kakaopulver, Mehl und Milch hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie wickeln und im Kühlschrank für 30 Minuten ruhen lassen.

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehrere Bleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einer Silikonmatte ausrollen (Dann braucht ihr kein zusätzliches Mehl und die Konsistenz ändert sich nicht.) und etwa 4-5cm hohe Herzen ausstechen. Die ausgestochenen Herzen am besten mit einer Palette vorsichtig von der Matte lösen, auf ein Blech legen und ca. 8 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Puderzucker mit Eiweiß und etwas Limettensaft verrühren (etwa eine Verschlusskapsel). Einen Spritzbeutel mit einer sehr kleinen Lochtülle (1-2mm) bestücken. Den Guss in den Spritzbeutel füllen. Die Herzen nach Lust und Laune dekorieren! Die Herzchen eignen sich übrigens auch als „Platzkarten“. Dazu einfach die Namen aufspritzen. (Vielleicht etwas größere Herzen verwenden, wenn es lange Namen sind. ;-))

Wenn ihr die Lebkuchenherzen verschenken möchtet, wirkt es besonders hübsch, wenn ihr sie in kleine Cellophan-Tütchen verpackt und noch mit Schleifchen, Aufklebern oder anderer Deko verziert.

Mini-Lebkuchenherzen

Süße Grüße!
 
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7 Kommentare zu “Mini Lebkuchenherzen

  1. Liebe Johanna,
    diese zauberhaften Lebkuchenherzen waren einfach so niedlich, so perfekt und soooo lecker, was kann man da noch zu sagen?? Und unser schönes Wochenende.. ich würde wirklich irgendwann gerne auf einen Gegenbesuch vorbei kommen! Ich freu mich jetzt schon drauf und: Man muss ja auch Ziele haben! Ich würde mich mit dem Tauschgatten sicher auch gut verstehen.. hihihi…
    Fühl dich gedrückt,
    Nadine

    1. Liebe Nadine,
      das freut mich natürlich umso mehr! <3
      Warum müssen wir nur so weit voneinander weg wohnen. 🙁
      Aber ich freu mich einfach schon mal auf dich. 😉
      *ganzfestzurückdrück*

  2. Hallo,
    ich finde deine Idee wirklich toll! Wir fahren bald weg und ich wollte auch deine Herzchen backen.
    Kannst du mir was über die Haltbarkeit sagen? Die würden wir erst über eine Woche nach dem Backen verschenken. Meinst du das geht?
    Danke schon mal!
    VG Daniela

    1. Liebe Daniela,
      ich backe die Lebkuchen auch immer zu Weihnachten (allerdings in anderen Formen 😉 ). Die heb ich dann in Blechdosen auf und hatte bisher nie ein Problem, sie haben sich super 2-3 Wochen gehalten. Eine Garantie kann ich dir aber leider nicht geben.
      Ich würde sie an deiner Stelle in eine Blechdose packen und vielleicht vor dem Verschenken sicherheitshalber noch einmal anschauen, bzw. einen probieren.
      Viele Grüße und gutes Gelingen!
      Johanna

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