Post aus der Heimat: Farmors Kringle

Farmors Kringle

Post aus der Heimat

Wenn ihr das hier lest, bin ich gerade in den USA angekommen. Ich bin schon ganz hibbelig und gespannt, wie es mir dort gefallen wird. Ich freue mich schon auf viele tolle Erlebnisse und neue Erfahrungen. Andererseits wird sich ein kleines bisschen Heimweh wohl nicht vermeiden lassen. Deshalb habe ich mir jeden Monat liebe Blogger eingeladen, die mir das Leben in der Fremde ein wenig versüßen.

Mein Januar-Girl

Den Anfang macht mein Lieblings-Nordlicht Nadine. Sie präsentiert regelmäßig Kulinarische Quälereien, äh Leckereien, die ich immer wieder gerne anschmachte. Wie sie dabei vor ein paar Jahren auch noch 50 Kilo abgenommen hat, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Als ich Nadine samt wundervoller Tauschfamilie letzten Herbst besucht habe, gab es zum Auftakt gleich dänisches Gebäck – und sie hatte mich. Deshalb freut es mich umso mehr, dass es auch heute etwas dänisch-deutsches gibt! Danke dir! 🙂

Farmors KringleAls Johanna mich fragte, ob ich an ihrer Gastpostreihe „Post aus der Heimat“ teilnehmen würde, und das schon gleich im Januar, habe ich ohne lange zu zögern zugesagt! Ich wollte schon immer mal das „Januar-Girl“ sein! 😉 Johanna habe ich schon vor ewiger Zeit über das Internet kennengelernt und unsere Wege kreuzten sich immer mal wieder. Irgendwann wurde aus dem „wir müssten uns echt mal treffen“ ein realer Termin – Johanna hat ja von ihrem Besuch im Norden berichtet!

Da man eigentlich nicht nördlicher als ich im Norden wohnen kann, denn die dänische Grenze ist zu Fuß für mich in 5 Minuten zu erreichen, lag es nahe, dass ich ein dänisches Rezept aussuchen würde. Ehrlich gesagt war es nicht ganz uneigennützig, da ich es schon ganz lange auf meiner Backliste stehen habe. Somit möchte ich viele Nordlicht-Grüße in die weite Welt nach Amerika zu Johanna und ihrem Gatten senden, auf das die Heimat so ein Stück näher ist!

Bevor ich euch das Rezept für den Farmors Kringle verrate, folgt noch eine kurze Reise nach Dänemark. Das Wort „Farmor“ ist so unheimlich praktisch. Während wir Enkelkinder hier in Deutschland unsere Oma & Opa durch Omi & Opi, oder z.B. Oma Bullerbü und Opi Dingensdorf unterscheiden müssen, brauchen das die dänischen Enkelkinder nicht, denn in dem Wort ist schon erklärt, um wen es sich handelt! Farmor ist nämlich die Mutter des Vaters (Far=Vater / Mor = Mutter), wiederum ist Farfar, der Vater des Vaters. Mormor ist die Mutter der Mutter und Morfar ist der Vater der Mutter. Total praktisch, oder??

Farmors Kringle

Farmors Kringle

Zutaten für einen Farmors Kringle

½ Würfel Hefe
1 EL lauwarmes Wasser
1 Prise Salz
1 Ei
25g brauner Zucker
100g Butter
1 Prise Kardamom
200g Mehl

40g Butter (zimmerwarm)
40g brauner Zucker
1 Apfel
25g Makroner (Mandelgebäck, alternativ Amarettini verwenden)

1 Ei
30g brauner Zucker
25-30g gehackte Nüsse (Mandeln oder Walnüsse oder beides gemischt)

Zubereitung des Farmors Kringle

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Salz, Zucker und Ei dazugeben und verrühren. Die Butter im Topf schmelzen, ebenfalls dazugeben und zum Schluss Mehl und Kardamom zufügen und sehr lange und gründlich zu einer geschmeidigen, gleichmäßigen Masse kneten. Der Teig wird euch sehr klebrig vorkommen und man denkt, dass das nie was wird – wird es aber! Den Teig an einem warmen Ort für 45 Minuten gehen lassen.

Die Arbeitsfläche nur leicht bemehlen, den Teig erneut durchkneten und dann auf ca. 20 x 38 cm ausrollen. Die Teigplatte auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Butter und braunen Zucker gut miteinander vermengen und einen ca. 5-6 cm breiten Streifen in die Mitte des Teigs geben. Wichtig: auf der ganzen Länge verteilen.

Den Apfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Apfelwürfel auf die Zucker-Butter-Mischung geben, etwas festdrücken und zum Schluss die zerkrümelten Makronen (oder Amarettini) darauf verteilen. Nun den linken Teil des Teiges ganz über die Füllung klappen und den rechten Teil des Teiges ebenfalls darüber, so dass beide übereinander liegen. Den gefalteten Kringle nun erneut abgedeckt für 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kringle nun mehrmals schräg mit einem Messer, bis runter zur Füllung einschneiden, mit verquirlten Ei gründlich bestreichen (auch an den Seiten) und mit dem Zucker-Nuss-Gemisch bestreuen. Für 11-12 Minuten backen, Sichtkontakt halten, damit die Nüsse nicht zu dunkel werden, dann die Hitze evtl. vorzeitig etwas reduzieren. Den Farmors Kringle auf dem Backblech abkühlen lassen, nicht zu früh auf ein Kuchengitter ziehen, da er sonst bricht! Noch leicht lauwarm ist er einfach göttlich!

Süße Grüße!
Nadine
&
 
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