„Natürlich süß“: Johannisbeerkuchen mit Nussbaiser (Rezension)

 

Und wieder ein neues Buch in meinem Regal: Natürlich süß! von Johanna Handschmann (Südwest Verlag). Ursprünglich dachte ich ja, dass die Rezepte ganz ohne Süßungsmittel auskommen und nur mit Honig, Früchten, etc. gesüßt wird. Muss irgendwie am Titel liegen… Und auch das Titalbild schaut ja sehr natürlich aus. Dann wurde mir aber schnell klar, dass nur auf Industriezucker verzichtet wird.
Auf den ersten Seiten werden dann ausführlich „Ersatzstoffe“ beschrieben, von denen ich noch nie etwas gehört hatte, wie Xylit und Erythrit. Alle Süßstoffe werden allerdings gut beschrieben und Vor- und Nachteile erläutert. Das Buch richtet sich also vor allem an diejenigen, die auf Industriezucker verzichten möchten/müssen. In jedem Rezept gibt es auch immer verschiedene Süßungsmittel zur Auswahl, man kann also mit dem persönlichen Favoriten backen. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Buch glutenfreie Rezepte beinhaltet.

 

 

Es bietet eine schöne Auswahl an Kuchen, Torten und Kleingebäck, allerdings auch süße Hauptgerichte und kleine Mitbringsel, Aufstriche und Smoothies. Leider sind nicht alle Rezepte bebildert, was mich immer etwas stört, ich muss so ein Rezept einfach auch gesehen haben, bevor ich es backe.

Ich habe mich dann für einen Johannisbeerkuchen entschieden, weil ich die Variante mit Banane spannend fand. Das ist dann wirklich natürlich süß 🙂 Außerdem hatte ich noch eine letzte Portion Johannisbeeren vom letzten Jahr eingefroren. Die waren gut investiert, denn der Kuchen war wirklich lecker.

 

 

Johannisbeerkuchen mit Nussbaiser

Für den Teig:
100 g weiche Butter
80 g Vollrohrzucker bzw. Xylit oder
110 g Erythrit bzw. Isumaltulose
4 Eigelb
1 Prise Salz
1 Messerspitze Zimtpulver
1 Messerspitze Nelkenpulver
200 g Mehl
50 g Stärkemehl
1 TL Backpulver
60 g Sahne oder 60 ml Apfelsaft
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Für den Belag:
500-600 Johannisbeeren
4 Eiweiß
1 Prise Salz
125 g Xylit oder 170 g Erythrit, Isomaltulose bzw. Reissirup
75 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
1/2 TL Zimtpulver
1 große Banane


1
Für den Teig Butter, Süßungsmittel, Eigelb, Salz, Zimt- und Nelkenpulver in 1 bis 2 Minuten cremig verrühren. Mehl, Stärkemehl und Backpulver vermischen und zusammen mit Sahne und Zitronenschale zur Buttermischung geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
2
Eine Springform einfetten. Den Teig einlegen, zu einem Boden ausdrücken und dabei einen kleinen Rand hochziehen. Den Backofen auf 180 °C (Umluft 160 °C, Gas Stufe 2-3) vorheizen.
3
Für den Belag die Johannisbeeren waschen und abtropfen lassen. Die Beeren von den Stielen streifen.
4
Für die Baisermasse Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Das Süßungsmittel nach und nach dazugeben und noch 2 bis 3 Minuten weiterschlagen, bis die Creme dickschaumig ist. Haferflocken, Nüsse und Zimt unterheben. Die Johannisbeeren untermengen.
5
Die Banane schälen, in dünne Scheiben schneiden und auf dem Teig verteilen. Die Baisermasse darauf verstreichen.
6
Den Kuchen auf der mittlere Schienen des Backofens 40 bis 45 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.


Variante
Dieses Nussbaiser schmeckt auch gut mit Stachelbeeren, Rhabarber, Heidelbeeren oder Brombeeren.
Tipp
Statt Haferflocken können Sie auch Kokosmehl nehmen, um den austretenden Saft der Johannisbeeren aufzusaugen. So weicht der Kuchen nicht durch.
Copyright: Südwest Verlag

 



Das Buch wurde mir vom Südwest Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Natürlich süß!
Rezeptideen für Kuchen, Desserts und mehr. Alternativ süßen ohne Industriezucker (Südwest Verlag)
144 Seiten
ISBN: 978-3517089737
14,99 €


Bis bald und viel Spaß beim Nachbacken!
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4 Kommentare zu “„Natürlich süß“: Johannisbeerkuchen mit Nussbaiser (Rezension)

  1. Hallo,
    den muss ich auch mal versuchen, wenn nicht für mich selber so doch für meinen Schwiegervater der liebt Kuchen die in dieses Richtung gehen. Nun hab ich aber doch mal ne Frage und ich hoffe sie ist nicht dooof :D. Was ist denn genau Erythrit bzw. Isumaltulose? Kann ich da auch normalen Zucker nehmen? Oder ist das was vollkommen anderes?
    Liebe Grüße
    Viki

    1. Liebe Viktoria,
      wenn du bei Amazon auf den „Blick ins Buch“ gehst, werden auf Seite 10 diese Süßungsmittel erklärt. Du bekommst sie im Reformhaus. Ich denke, sie lassen sich wieder durch Zucker ersetzen, aber schau doch mal hier:
      http://mytastylittlebeauties.blogspot.de/2013/08/der-echte-schwabische-traubleskuchen.html
      Mamas Variante vom Schwäbischen Träubleskuchen ist ganz ähnlich und mit normalem Zucker!
      Liebe Grüße
      Johanna

    2. 😉 Vielen Dank dann werde ich dieses Rezept ausprobieren, denn ich wohne in den USA und da ist es immer schwer so etwas „besonderes“ zu finden, geschweige denn das es Zahlbar ist… und ein Reformhaus hab ich hier noch nicht entdeckt. 🙂 Danke schön
      Liebe Grüße
      Viki

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