„Fräulein Klein lädt ein“: Maronen-Nuss-Torte (Rezension)


Ich mag hübsche Dinge
Sobald Dinge hübsch präsentiert werden, bin ich ja immer total begeistert. Yvonne Bauer hat es mit ihrem neuen Buch „Fräulein Klein lädt ein“ (Callwey Verlag) mal wieder geschafft. Mit tollen Fotos und liebevoll-bunten Arrangements präsentiert sie Bäckereien für jede Jahreszeit. Ich sehne mich schon nach dem Frühling. Nein, nicht weil es diese Woche eiskalt geworden ist und ich jetzt die Heizung anmachen muss. Sondern weil die wundervollsten Erdbeerkuchen darauf warten, gebacken zu werden.


Leckere Herbst-Bäckerei

Aber ich tröste mich inzwischen mit dem Herbst- und Winter-Kapitel. Mit diesen Torten und Teilchen muss man sich als Gastgeber auch nicht verstecken. Tolle Apfelkuchen wie ein „Weißer Schokoladenkuchen mit Kardamom und Äpfeln“ oder ein „Schokoladenkuchen mit Gewürzbirnen“ stehen schon auf der Liste und auch tolle Wintertorten sind dabei. Und wenn die Jahreszeit dann gar zu dunkel wird, werde ich einfach aus dem Kindskopf … äh Kindergeburtstags-Kapitel backen. Alle Kuchen sehen mit kleinen, liebevollen Details wunderhübsch aus und werden durch etwas Deko in Szene gesetzt. Dabei bleibt die Autorin aber auf dem Boden der Tatsachen und präsentiert realistische Backwerke, die auch mal für eine Kaffee-Einladung nachbackbar sind.


 

Maronen mal anders
Für diesen Post hat jedenfalls die Maronen-Nuss-Torte das Rennen gemacht. Passt super zur Jahreszeit, ich habe noch nie mit Maronen gebacken und ich habe noch Pläne mit ihr… aber dazu später mehr. Dunkle Schokolade mit Nüssen und Maronen klingt auf jeden Fall schon mal seeehr köstlich. In der Torte sind sowohl im Boden als auch in der Creme Maronen verarbeitet. Ich hatte leider keine Maronencreme, also habe ich aus frischen Maronen selbst eine Maronencreme gekocht.


Klitzekleines Problemchen Nummer 1

Beim Boden kam dann schon das erste Problem auf. Ich schaue in den Ofen und freue mich, dass der Teig schon leicht hochgeht. Aber warum ist der Boden so viel heller als auf dem Bild im Buch? Schockschwerenot! Neben dem Ofen steht noch ganz unschuldig das Schälchen mit geschmolzener Schokolade! Ich also den Kuchen aus dem Ofen gerissen, den warmen Teig zurück in die Rührschüssel, Schokolade untergerührt, eine neue kleine Springform gefettet (gut, dass ich alles doppelt und dreifach habe) und den Kuchen zurück in den Ofen. Wider Erwarten war der dann nicht einmal beleidigt, sondern ist wunderschön aufgegangen und hatte dann sogar die „richtige“ Farbe. 😉 Puh! Nehmt euch dann bitte auch noch die Zeit, den Kuchen anständig aukühlen zu lassen, sonst zerbröckelt er… (Woher ich das schon wieder weiß…)

Klitzekleines Problemchen Nummer 2
Das Füllen ging dann ziemlich schnell und problemlos. Dann kam natürlich noch das Fotografieren… Habt ihr schon mal versucht, draußen bei Windstärke fünf (die der Wetterbericht zärtlich als frische Brise bezeichnet), 3 Blätter zu fotografieren??? Nein? Lasst es. Denn das sieht dann so aus: Blätter herrichten, Kuchen herrichten, Blätter einfangen, Blätter herrichten, Foto hochnehmen, Blätter einfangen, Blätter herrichten, ein Foto machen, Kuchen ein bisschen drehen, den Blättern durch den halben Garten hinterherjagen, den Hintergrund einfangen, Hintergrund und Blätter wieder zurechtlegen, ein Foto machen, Blätter einfangen… Für die Nachbarn wars sehr unterhaltsam.

Die Torte war dann übrigens wirklich sehr lecker, nachdem ich die Blätter von der Creme entfernt hatte. 😉

 

 

Maronen-Nuss-Torte
für eine Springform von 16-20cm Durchmesser

Teig
250 g Zartbitterschokolade (70 %)
4 Eier
150 g weiche Butter
100 g Zucker
150 g Maronencreme
Mark von 1 Vanilleschote
100 g gemahlene Haselnüsse
50 g Speisestärke
1 TL Backpulver
2 TL Kirschwasser

Füllung
250 g Mascarpone
50 g Maronencreme
150 g Sahne
2 Pck. Vanillezucker

Frosting
300 g Butter (Raumtemperatur)
4 EL Sahne
250 g gesiebter Puderzucker
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker


1) Schokolade im Wasserbad schınelzen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Eier trennen. Eiweiß steif schlagen. In einer getrennten Schüssel Butter mit Eigelb und Zucker schaumig schlagen. Maronencreme und das Mark der Vanilleschote hinzufügen und weiterrühren. Nüsse, Speisestärke und Backpulver mischen und unter die Eimasse rühren. Eiweiß unterheben und zum Schluss das Kirschwasser einrühren. Die Schokolade unterrühren!!!

2) Eine Springform einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Den Teig einfüllen. Bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen ca. 1 Stunde backen. Mit dem Holzstäbchen testen, ob der Teig durchgebacken ist.

3) Abkühlen lassen und ein- bis zweimal waagrecht durchschneiden.

4) Für die Füllung den Mascarpone mit der Maronencreme verrühren. Sahne mit Vanillezucker steif schlagen und unter die Mascarponecreme heben. Auf den Tortenböden verteilen und danach die Böden übereinanderschichten.

5) Für das Frosting die Butter mit Sahne, Puderzucker und Vanillezucker glattrühren. Den Großteil der Masse auf die Torte streichen. Den Rest in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und damit Rosenformen auf die Torte spritzen.

Copyright: Callwey Verlag



Das Buch wurde mir vom Callwey Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Fräulein klein lädt ein: Backzauber und Dekolust für jeden Anlass. (Callwey Verlag)
192 Seiten
ISBN: 978-3766721167
24,95 €


Bis bald und viel Spaß beim Nachbacken!
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3 Kommentare zu “„Fräulein Klein lädt ein“: Maronen-Nuss-Torte (Rezension)

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