Rhabarber-Muffins mit Amaretto

Rhabarber-Muffins

Rhabarber weckt Erinnerungen

Als Kind mochte ich keinen Rhabarber. Da meine Großeltern aber tonnenweise Rhabarber im Garten angebaut hatten, gab es bei meiner Oma IMMER Rhabarber. Die Erdbeermarmelade, der Apfelkuchen, alles war (meiner Meinung nach) mit Rhabarber „versaut“. Und beim Abschied kam das ganze Frühjahr die Frage an meine Eltern: „Wollt ihr noch Rhabarber mitnehmen?“ (Im Sommer waren es dann übrigens Zucchini und Tomaten.) Erst in den letzten Jahren habe ich mich mit Rhabarber angefreundet.

Rhabarber-Muffins

Abschied

Letzte Woche ist nun meine Oma gestorben. Mir bleiben viele Erinnerungen. Unter anderem an Rhabarber. Auch beim Backen der Rhabarber-Muffins musste ich an sie denken. Bei ihr gab es den Rhabarberkuchen immer vom Blech und mit Streuseln.

Gestern habe ich meinen Opa besucht. Beim Abschied dann die Frage: „Willst du Rhabarber mitnehmen?“ Ich wäre fast in hysterisches Gelächter ausgebrochen. Rhabarber habe ich keinen mitgenommen. Dafür Omas 5kg Mehlvorrat. Opa bäckt nicht. Er hat gemeint, ich solle das Mehl mitnehmen, weil ich ja so viel backe. Und er würde sich freuen, wenn was vom Endprodukt bei ihm ankommt. Na klar. 😉

Rhabarber-Muffins

Rhabarber-Muffins mit Amaretto

1 Stange Rhabarber
2 Eier
75g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
75ml Öl
75ml Amaretto
100g Mehl
25g Speisestärke
1 TL Backpulver
etwas Puderzucker


Den Ofen auf 180° vorheizen. Ein Muffinblech mit Förmchen bestücken. Den Rhabarber putzen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Eier mit Puderzucker, Salz und Vanillezucker schaumig schlagen. Öl und Amaretto unterrühren, danach mit Mehl, Speisestärke und Backpulver verrühren. Den Teig in die Förmchen füllen. Die Rhabarberstücke auf die Muffins verteilen und leicht in den Teig drücken.

Die Muffins bei 180°C Ober-/Unterhitze etwa 20 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren.


Bis bald und viel Spaß beim Nachbacken!
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7 Kommentare zu “Rhabarber-Muffins mit Amaretto

  1. Hallo liebe Johanna,
    vielen Dank für diese schönen Erinnerungen!
    Ich mag Rhabarber nur flüssig als Saft oder Sirup, aber das wird dieses leckere Rezept sicher bald ändern.
    VG Karin

    1. Liebe Karin,
      danke dir! 😀
      Ich habe noch nie Rhabarbersaft getrunken, muss ich auch mal probieren!
      Dann wünsch ich dir gutes Gelingen! 😀
      Liebe Grüße
      Johanna

  2. Liebe Johanna,

    ich würde dich jetzt gerne drücken! Mir ging es vor knapp einem Jahr genauso, als meine Oma mit 92 gestorben ist. Und auch bei mir ist was Kulinarisches als Erinnerung hängengeblieben, zwar kein Rhabarber, aber ein klassischer Erdbeerkuchen.

    Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft und noch viele, viele schöne Erinnerungen an deine Oma!

    Alles Liebe,
    Katharina

  3. Sehr lecker und wenn mir einmal Muffins so schön gelingen sollten, knipse ich sie auch sofort ab, aber es kam noch nie dazu!!! 😀
    Generell ist Dein Blog so schön!!! Pure Inspiration!
    Schön, dass Du mit uns alles teilst!
    Ganz liebe Grüße, Olga.

    1. Liebe Olga,
      vielen lieben Dank!
      Ich hoffe, dass die nächsten Muffins fototauglich werden 😀
      Viele Grüße
      Johanna

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