Cruffins mit Marmelade

Cruffins mit Marmelade

Zitronenwoche

Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, dann mach Lemon Curd. Oder so ähnlich. Mir hat das Leben diese Woche einige Zitronen geschenkt, doch nach Lemon Curd ist mir nicht. Alles fing damit an, dass ich nach einem wunderbar entspannten Thermentag mein Handy, das zur Navigation in Mamas Auto gedient hatte, in selbigem Gefährt vergessen habe. Zehn Minuten nach der Abfahrt der Mama gen Heimat wollte ich noch kurz meinen Instagram-Account checken, als mir siedend heiß einfiel, dass das Handy gerade im Auto die einstündige Reise zu meinen Eltern antrat. Schockschwerenot! Alles Telefonieren half nichts, meine Mama überhörte (oder ignorierte) das Dauerklingeln beider Handys.

Meine Möglichkeiten: eine Woche ohne Handy leben oder sonntags in aller Herrgottsfrühe aufstehen und vor allen anderen geplanten Dingen noch mal eben zwei Stunden Autofahren, um das Handy zurückzuholen. Dreimal dürft ihr raten…

Montag lief dann halbwegs normal ab. Ich war noch bis spät abends mit Kuchenbacken beschäftigt (nichts Ungewöhnliches), um die zwei Kuchen und 36 Cupcakes für den Einstand des Gatten fertigzustellen. Danach befand sich der gefühlte halbe Inhalt meiner Schränke auf der Küchentheke (auch nichts Ungewöhnliches) und ich wollte zumindest noch ein bisschen abspülen. Nur ist das ohne warmes Wasser irgendwie suboptimal. Ich schob es auf mein Halb-Delirium und ging schlafen.

Am nächsten Morgen wollte ich duschen. Ihr ahnt es schon. Kaltes (eiskaltes!!!) Wasser begrüßte mich. Argh! Also den Vermieter kontaktieren und hoffen, dass bis abends das Wasser wieder eine erträgliche Temperatur hat. Wunderbarerweise war dann das Wasser auch wirklich wieder warm und ich konnte mich vor unserem lange ersehnten (oder im Falle des Gatten gefürchteten) Tanzkurses noch genüsslich duschen. Nach dem Tanzen war ich war absolut euphorisch, der Gatte hatte alles duldsam ertragen (ich bin eine dieser Frauen, die immer aus Versehen führt…).

Nachts auf der Rückfahrt (der Gatte fuhr) huschte dann auf einmal ein schwarzer Schatten auf uns zu. – Peng! Das arme Wildschwein (blöde Sau!) schlug mehrmals in unser Auto ein, bis es dann (zum Glück) durch ein weiteres Auto den Gnadenstoß erhielt. Das Auto hatte dabei leider auch schwer einstecken müssen. Zwei Förster und zwei sehr hilfsbereite Mädels später ging es schließlich nach Hause – um den Versicherungsbericht auszufüllen. Yay. Manchmal hasse ich das Landleben. (Wer hat eigentlich dieses Gerücht mit der Dämmerung in die Welt gesetzt??? Mir ist noch nie ein Tier in der Dämmerung begegnet.)

Heute ging es erst zur Polizei, dann zur Werkstatt. Der nette Herr wollte den „Kratzer“ vom Wildunfall fotografieren (der ja doch eher ein fehlender Kotflügel plus zwei kaputte Türen war), warf einen Blick auf das Auto, schlug die Hände über dem Kopf zusammen und meinte nur: „Ach Herrje. Damit können Sie aber nicht weiterfahren!“ Das Auto ist also in der Werkstatt, der Gatte hat meines und ich bin auf dem Land gestrandet.

Und wie war eure Woche so?

Cruffins mit MarmeladeCruffins sind die neuen Cronuts.

Zum Trost gab es dann übrigens Cruffins. Yep. Schon wieder so ein Hybridgebäck. Nach den Cronuts (Croissant-Donuts) ging es diesmal Croissants und Muffins an den Kragen. Sie stammen aus San Francisco und sind mit fertigem Croissant-Teig superschnell gebacken. (Ich verspreche hoch und heilig, eines Tages mache ich Croissantteig auch mal selber!) Die Originale sind kleine Türmchen mit eingespritzter Füllung. Ich habe die Dinger aus reiner Bequemlichkeit nicht ganz so hochgestapelt in der Muffinform gebacken und die Füllung auch gleich integriert.

Cruffins mit Marmelade

Cruffins mit Marmelade

1 Rolle fertiger Croissantteig
2 EL Puderzucker
7 EL Himbeermarmelade

Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen. Den Ofen vorheizen.

Den Teig aus der Rolle basteln und in drei Teile schneiden. Jede Teigplatte extradünn ausrollen, mit einem Esslöffel Marmelade bestreichen und nochmals halbieren. Vorsichtig aufrollen. Die Rolle längs in der Mitte auseinanderschneiden und je eine Hälfte spiralförmig zusammenrollen und in ein Förmchen legen.

Bei 180°C etwa 20 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Den Puderzucker mit etwas Wasser zu einem dünnen Guss verrühren und mit einem Pinsel dünn (es sollte kein weißer Mantel werden) auf die Cruffins streichen. Die restliche Marmelade in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen und kleine Marmeladenklekse auf die Cruffins geben.

Bis bald und viel Spaß beim Nachbacken!
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4 Kommentare zu “Cruffins mit Marmelade

  1. Liebe Johanna!

    Das hört sich ja alles furchtbar an! Andere verpacken ALL die Ereignisse in ein oder zwei Jahre.. und ihr in nur so ein paar Tage???!! Man gut, euch ist nichts schlimmes passiert bei dem Unfall!!!! Ufff!!

    1. Tja… wer kann, der kann. Ich bin nun mal Schussel, Chaot und Pechvogel… 😉
      Und so lange es nur Blech ist, ist ja alles gut.

  2. Oje, solche Wochen sind definitv nix. Aber dieses Rezept klingt super. Und so als könnte man es auch easy schaffen 🙂
    Liebe Grüße Ela

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