Schupfnudelparadies Augsburg: Selbstgemachte Schupfnudeln

Selbstgemachte Schupfnudeln

Ich bin Augsburg

Im Rahmen der Blogparade „Augsburg bloggt“ darf ich heute eure tägliche Dosis Augsburg sein. Dafür gibt es gleich drei Warnungen im Voraus: 1. Dieser Post wurde von einem Exil-Augsburger mit verklärten Erinnerungen und gelegentlichem Heimweh geschrieben. 2. Für die Schreibweise der Dialektwörter übernehme ich keine Haftung. 3. Ebenso wenig für sich einschleichende oberbayerische Einflüsse.

Es gelten die Grundregeln: 1. In Augschburg isch sowieso alles besser. 2. Mir Augschburger können au nix dafür. 3. Butterbrezgn sind a Grundnahrungsmittel.

Selbstgemachte SchupfnudelnAugsburger sind… besonders.

Dass es etwas Besonderes ist, Augschburger zu sein, wusste ich bereits sehr früh. Schon als Kind lernte ich die Stadt mit allen ihren Eigenheiten zu lieben. Dass auch der Augschburger eigen ist, bekamen ich (und andere) dann auch immer wieder zu spüren.

Beispielsweise, als ich im ersten Zeltlager der Pfarrjugend neben Lagerfeuerliedern auch die Augsburger Stadthymne auswendig lernte und mit Begeisterung auch zu Hause weiter sang. Schlagworte wie Kopfsteinpflaschterciddy und Schupfnudelparadies prägen sich eben ein.

Wo zischts scho, wenn oiner bloß n Mund aufmacht?

Als ich in der Uni das Seminar Sprachwissenschaft I besuchte, musste ich erst einmal eine halbe Stunde mit dem Professor diskutieren, ob man Augsburg nicht mit „sch“ transkribieren (also in Lautschrift schreiben) müsse. (Der gute Mann wollte mich allen Ernstes dazu bringen, „Augsburg“ und „Könich“ zu sagen und zu transkribieren.)

Als ich in der Uni das Seminar Sprachwissenschaft II besuchte, bat ich in der ersten Sitzung meine Nachbarin ganz unschuldig um ein „Gutzle“. Der Professor (ein anderer) schlug beglückt die Hände zusammen und meinte: „eine Eingeborene“.

Und meine oberbayerische Schwägerin sah mich ganz komisch an, als ich meinte: „I hätt jetz scho a Gluuscht.“

Wenn mich ein Gluuscht packt…

Und immer wenn mich selbiges packt, arbeite ich gerne auch meine Augschburger Vergangenheit in Form von Gebackenem auf. So sind auch schon der Post zum Datschiburger Zwetschgendatschi und Schwäbischen Träubleskuchen entstanden.

Aber was kann ich euch denn dann heute noch Leckeres anbieten? Jawoll, einen Gruß aus dem Schupfnudelparadies Augsburg: Selbstgemachte Schupfnudeln. Die beschten der Welt. Und nein, nicht mit Kraut. Bei Oma gab es die immer mit Apfelmus. Solltet ihr auch mal probieren!

Selbstgemachte Schupfnudeln

Selbstgemachte Schupfnudeln (Omas Kartoffelnudeln)

Rezept für 2 Portionen Schupfnudeln mit Apfelmus

250g Kartoffeln
1 Ei
etwas Salz
300g Mehl

500g Äpfel
etwas Wasser
Zucker nach Geschmack

Zubereitung der Schupfnudeln mit Apfelmus

Die Kartoffel kochen, abkühlen lassen und schälen. Durch eine Kartoffelpresse drücken oder einfach mit einer Gabel zerdrücken.

Die Kartoffelmasse mit Ei, Salz und Mehl verkneten, bis ein leicht klebriger, aber gut verarbeitbarer Teig entsteht. Klebt der Teig zu sehr, einfach noch etwas Mehl unterkneten.

Auf der bemehlten Arbeitsfläche haselnuss- bis walnussgroße Teigportionen abzupfen und zwischen beiden Handflächen oder auf der Arbeitsfläche zu Nudeln rollen („schupfen“).

Die Schupfnudeln in einer Pfanne mit etwas Butter oder Öl bei mittlerer Temperatur goldgelb ausbacken.

Für das Apfelmus die Äpfel schälen, entkernen und in mittlere Stücke schneiden. Zusammen mit wenig Wasser in einem Topf aufkochen und köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind und zerfallen. Nach Geschmack süßen. Für ganz feines Apfelmus einfach die Masse durch ein Sieb streichen.

Selbstgemachte Schupfnudeln

Süße Grüße!
 
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4 Kommentare zu “Schupfnudelparadies Augsburg: Selbstgemachte Schupfnudeln

  1. Lecker, da bekomme ich direkt Hunger! Müsste der Teig aber nicht eher Walnuss- als Haselnussgröße haben? Oder isst man die in Augschburg so klein?

    1. Liebe Alex,
      puh, das ist mal wieder so ne Streitfrage…
      Vielleicht waren es auf meinem Foto auch große Haselnüsse. 😉
      Ich kenne sie von dünn & fingerlang bis dick & deutlich länger (also schon in Richtung Kartoffelstriezel).
      Viele Grüße
      Johanna

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