Post aus der Heimat: Schwarzwälder Kirsch-Macarons

Schwarzwälder Kirsch-Macarons

Wir haben Spaß!

Wenn ich an Katharina von Wienerbrød denke, dann hauptsächlich daran, wie viel Spaß wir immer haben! Beim Kochen, Essen und Unfugmachen. Wie viel wir immer lachen müssen, wenn wir uns sehen. Und wie lecker am Schluss die Ergebnisse sind, wenn wir etwas kochen oder backen. Beim letzten Berliner Foodbloggercamp haben wir tatsächlich ihren Optimismus und mein Chaotentum zusammengeschmissen und eine Macaron-Session angeboten. Eine der häufigsten Fragen war, warum wir verschiedene Rezepte haben. Meine Antwort: Weil ich zu faul bin, den ganzen Aufwand zu treiben und kein Zuckerthermometer habe. Salopp gesagt und auch so gemeint.

Aber der Fairness halber sollte ich vielleicht noch ein paar Dinge hinzufügen: Katharinas Variante mit italienischem Baiser hat auch ihre Vorteile. Die Schale wird wunderschön glatt. Sie gehen ein wenig besser vom Blech als meine Variante. Und wer mit meiner Variante nicht zurecht kommt, sollte wirklich mal diese Variante ausprobieren. Es ist einfach auch eine Typsache. (Und ich muss gestehen: letzte Woche habe ich mir ein Thermometer gekauft, um endlich auch mal die andere Variante ausprobieren zu können…)

Schwarzwälder Kirsch-MacaronsSchwarzwälder geht immer!

Ob Torte, Schinken oder Kuckucksuhr, „Blackforest“ ist hier in den USA ein Gütesiegel – und ich liebe die Kombination aus Schokolade, Kirschen, Sahne und ein bisschen Wumms ja eh!

Liebe Johanna, jetzt bist du also auf der anderen Seite des Atlantiks und so schnell gibt es keine gemeinsamen Foodblog-Camps mit Wok-Schlachten und Macaron-Sessions mehr. Aber dass du die Heimat nicht ganz vergisst in deiner Zeit in den USA schicke ich dir hiermit Post aus der Heimat in Form von zarten Schwarzwälder Kirsch-Macarons. Ich weiß, du kommst zwar aus Bayern, aber strenggenommen bin ich fast ein Schwarzwald-Mädel, denn ich bin am südwestlichsten Rand des Schwarzwaldes geboren. Und in den USA geht der Black Forest ja auch immer, nicht wahr?

Ich wünsche dir und dem Gatten eine wunderbare Zeit da drüben, und sollte dich das Heimweh doch mal allzu sehr plagen, bin ich mir sicher, dass du in die Küche flitzt und eine Leckerei aus Good Old Germany in den Ofen schiebst!
Alles Liebe,
Katharina

Schwarzwälder Kirsch-Macarons

Schwarzwälder Kisch-Macarons

Zutaten für etwa 35 Schwarzwälder Kirsch-Macarons

185g Puderzucker
185g Mandeln, blanchiert und gemahlen
30g Kakaopulver
200g Zucker
50ml Wasser
150g Eiweiß
1 Messerspitze rote Speisefarbe (Pastenfarbe)

30g Sahne
10ml Kirschwasser (muss aber nicht, für eine antialkoholische Variante einfach 10g Sahne mehr)
160g weißer Kuvertüre
5 – 6 EL Kirschkonfitüre

Zubereitung der Schwarzwälder Kirsch-Macarons

Mandeln mit dem Puderzucker und dem Kakao mischen und ca. 1 – 2 Minuten im Multizerkleinerer fein mahlen. Die Mischung durch ein Sieb in eine größere Schüssel sieben, es sollten keine großen Mandelstückchen in der Schüssel sein (wenn viel im Sieb bleibt, die Mischung nochmal mahlen und sieben)

In die Mitte der Mischung 75g vom Eiweiß geben und mit einem Backspatel von außen nach innen mischen, bis eine gleichmäßige, klebrige Masse entsteht.

Die anderen 75g des Eiweiß in die Schüssel der Küchenmaschine geben, aber noch nicht schlagen.

In einem kleinen Topf den Zucker mit dem Wasser aufkochen und laufend die Temperatur überprüfen, wer hat mit einem Zuckerthermometer. Bei Erreichen von 114°C das Eiweiß in der Schüssel mit einem Schneebesenaufsatz auf höchster Stufe schlagen.

Wenn die Zucker-Wasser-Mischung 118°C erreicht hat, den Topf vom Herd nehmen und in feinem Strahl zum Eiweiß in der Küchenmaschinen geben, dabei weiter aufschlagen. Danach die rote Speisefarbe hinzugeben und wenn die Masse eine einheitliche Farbe hat, Geschwindigkeit reduzieren, aber weiter schlagen, bis die Masse auf ca. 50°C abkühlt ist.

Dann das rosa Eiweiß zur Puderzucker-Kakao-Mandel-Eiweiß-Mischung geben und wieder mit dem Backspatel so lange mischen, bis eine einheitliche Masse entstanden ist.

Diese in einen Spritzbeutel mit der großen Lochtülle füllen und damit auf zwei mit Backpapier ausgelegtes Backbleche etwa 3 – 4 cm große, gleichmäßige Tupfen spritzen.

Den Ofen auf 170°C vorheizen.
 
Bevor die Backbleche in den Ofen kommen, diese vorsichtig hochnehmen und und von unten dagegen klopfen, damit eventuelle Lufeinschlüsse entweichen können. Dann pro Blech 6 Minuten backen, dann einmal um 180° wenden und nochmals 6 Minuten backen. Danach komplett auskühlen lassen.

Für die Ganache die Sahne ganz kurz aufkochen, vom Herd nehmen, Kirschwasser unterrühren und dann über die gehackte weiße Kuvertüre gießen. Alles gut mischen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Diese abkühlen lassen, bis sie streichfähig ist, aber nicht zu flüssig. Ganache in einen Spritzbeutel mit Rundtülle geben.

Die abgekühlen Macaron-Schalen zu Paaren sortieren und immer auf eine Schale einen Kreis spritzen und in die Mitte des Kreises einen Klecks Kirschkuvertüre geben. Andere Schale vorsichtig daraufdrücken. Fertig!

Schwarzwälder Kirsch-Macarons

Süße Grüße!
Katharina
&
 
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